Somatic Experiencing® Bern
Regulation des Nervensystems im Kontext von Sexualität und Stress
Somatic Experiencing® (SE) ist ein körperorientierter Ansatz zur Arbeit mit Stress- und Traumafolgen.
Gerade im Bereich von Sexualität, Nähe und Beziehung zeigen sich häufig Stress- oder Schutzreaktionen, die das Erleben beeinflussen. SE setzt dort an, wo das Nervensystem aus dem Gleichgewicht geraten ist.
Was ist SE?
SE arbeitet nicht primär mit der inhaltlichen Aufarbeitung belastender Erfahrungen, sondern mit der achtsamen Wahrnehmung körperlicher Prozesse.
In kleinen, dosierten Schritten wird das Nervensystem dabei unterstützt,
Aktivierung zu regulieren
innere Stabilität aufzubauen
Stressreaktionen besser einzuordnen
mehr Sicherheit im eigenen Körper zu entwickeln
Der Fokus liegt auf Ressourcen und Selbstregulation.
SE in Verbindung zu sexologischer Praxis
In meiner sexologischen Praxis ergänze ich Somatic Experiencing dort, wo sexuelle Themen eng mit Regulation, Übererregung oder Rückzug verbunden sind.
Lust, Leistungsdruck, Näheunsicherheit oder innere Anspannung sind häufig Ausdruck von Stressmustern im Nervensystem.
SE schafft die Grundlage dafür, dass sexuelles Erleben nicht reaktiv, sondern bewusster gestaltet werden kann.
Vielleicht kennst du das …
du bist oft angespannt, auch wenn „alles gut“ ist
dein Kopf weiss viel, dein Körper fühlt sich fern an
du bist schnell müde oder innerlich unruhig
Nähe, Abgrenzung oder Entscheidungen kosten viel Energie
du funktionierst – aber spürst dich wenig
SE setzt dort an, wo Worte manchmal nicht mehr weiterhelfen:
im Nervensystem.
Wie eine Sitzung bei mir abläuft
Eine Sitzung umfasst Gespräch und achtsame Körperwahrnehmung.
Es findet keine konfrontative Traumabearbeitung statt.
Tempo und Tiefe orientieren sich an deiner Stabilität.
SE ersetzt keine Psychotherapie, kann diese jedoch sinnvoll ergänzen.
Was mir wichtig ist
Somatic Experiencing verstehe ich nicht als Technik, sondern als sorgfältig gerahmte Prozessarbeit.
Mir ist wichtig:
ein klarer und transparenter Rahmen
keine Überforderung des Nervensystems
Orientierung an Stabilität statt Konfrontation
respektvoller Umgang mit Grenzen
SE ist für mich ein Ansatz, der Sicherheit und Selbstregulation stärkt – nicht ein Verfahren, das schnelle Effekte verspricht.
Für wen diese Begleitung gedacht ist
Für dich, wenn du:
neugierig auf dich selbst bist und dein (sexuelles) Erleben im Zusammenhang mit Regulation verstehen möchtest
- anhaltende innere Anspannung oder Stress erlebst
- nach belastenden Erfahrungen Stabilität aufbauen möchtest
sanft mit deinem Körper arbeiten möchtest
Sicherheit wichtiger findest als schnelle Lösungen
Begleitung suchst, keine Analyse
Die Arbeit richtet sich an Einzelpersonen unabhängig von Geschlecht oder Identität.
SE ersetzt keine psychotherapeutische oder psychiatrische Behandlung. In akuten Krisensituationen ist eine entsprechende fachliche Unterstützung notwendig.

In meiner Arbeit ist mir wichtig, dass nichts forciert wird.
Ich glaube daran, dass Veränderung dann entsteht,
wenn sich etwas sicher anfühlen darf.
Ich befinde mich aktuell in der Ausbildung in Somatic Experiencing®
und werde diese im Herbst 2026 abschliessen.
Meine Begleitung erfolgt im Rahmen meines Ausbildungsstands.
Zur Qualitätssicherung nehme ich regelmässig Supervision in Anspruch
und reflektiere meine Arbeit kontinuierlich.
FAQ
Was ist Somatic Experiencing (SE)?
Somatic Experiencing® (SE) ist ein körperorientierter Ansatz zur Regulation des Nervensystems.
Im Mittelpunkt steht die achtsame Wahrnehmung körperlicher Prozesse, um Stress- und Schutzreaktionen schrittweise zu regulieren.
SE arbeitet ressourcenorientiert und in kleinen, stabilisierenden Schritten.
SE wurde von Dr. Peter A. Levine entwickelt, um dem Nervensystem zu helfen, natürliche Erholungs- und Regulationsprozesse wieder anzuregen – ohne retraumatisierende Erinnerung an Ereignisse.
Wie funktioniert eine Somatic Experiencing-Sitzung?
Eine Sitzung umfasst Gespräch und achtsame Körperwahrnehmung.
Es findet keine konfrontative Traumabearbeitung statt.
Tempo und Tiefe orientieren sich an deiner Stabilität.
Wie lange dauert eine Sitzung und wie viele Sitzungen braucht es?
Eine SE-Einzelsitzung dauert häufig zwischen 60 und 75 Minuten. Wie viele Sitzungen nötig sind, ist individuell verschieden. Einige Menschen spüren Veränderungen bereits nach wenigen Sitzungen, andere nutzen SE über einen längeren Zeitraum zur tieferen Stabilisierung. Du entscheidest selbst wie viele Sitzungen du möchtest.
Findet Berührung statt?
Berührung – sofern sie eingesetzt wird – dient ausschließlich der Regulation und erfolgt nur mit ausdrücklicher Zustimmung.
Es findet keine sexuelle Berührung statt.
Welche Themen kann SE unterstützen?
SE wird häufig genutzt zur Unterstützung bei:
Stressregulation und Nervensystem-Balance
chronischer Anspannung und Erschöpfung
körperlicher Unruhe oder „Nicht-ankommen im Körper“
Traumafolgen und Stressreaktionen
Verfeinerung von Körperwahrnehmung und Ressourcen
Menschen wenden SE nicht nur bei Traumafolgen an – sondern auch zur körperzentrierten Selbst- und Lebensbalance.
Wie vereinbare ich einen Termin?
Du kannst mich per E-Mail oder über das Kontaktformular für ein unverbindliches Erstgespräch kontaktieren.
Du musst dein Anliegen noch nicht ausführlich formulieren – eine kurze Nachricht genügt.
Werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen?
Nein. Meine Leistungen werden nicht über die Grundversicherung abgerechnet.
Die Sitzungen sind privat zu bezahlen.